Was ist Turmalin?
Die Turmalingruppe zählt zu den vielfältigsten Edelsteinfamilien der Welt. Kaum ein anderes Mineral kommt in einer so großen Farbvielfalt vor. Von tiefem Schwarz über leuchtendes Grün und kräftiges Pink bis hin zu intensivem Blau – Turmaline begeistern durch ihre nahezu unbegrenzten Farbvarianten.
Mit einer Mohshärte von 7 bis 7,5 sind Turmalin robuste Edelsteine und
hervorragend für hochwertigen Schmuck geeignet.
Bekannte Edelsteine der Turmalingruppe
- Schörl – Schwarzer Turmalin
- Verdelith – Grüner Turmalin
- Rubellit – Rosa bis roter Turmalin
- Indigolith – Blauer Turmalin
- Dravit – Braun bis gelbbrauner Turmalin
- Wassermelonen-Turmalin – außen grün, innen rosa
Warum sehen sie unterschiedlich aus?
Die Farben entstehen durch verschiedene Spurenelemente:
Mangan → Rubellit
Eisen oder Chrom → Grüner Turmalin
Eisen → Blauer Turmalin
Eisen → Schwarzer Turmalin
Entstehung
Turmalin entsteht überwiegend in Pegmatiten und hydrothermalen Gängen. Während ihres Wachstums werden verschiedene Spurenelemente eingebaut, wodurch die außergewöhnliche Farbvielfalt entsteht.
Eigenschaften der Turmalingruppe
✔ Mohshärte: 7–7,5
✔ Sehr große Farbvielfalt
✔ Glasglanz
✔ Gute Alltagstauglichkeit
✔ Häufig mehrfarbige Kristalle
Verwendung im Schmuck
Turmalin eignet sich hervorragend für:
- Ringe
- Halsketten
- Anhänger
- Ohrringe
- Armbänder
Interessante Fakten
- Turmalin besitzt die größte natürliche Farbvielfalt aller Edelsteine.
- Einige Turmaline erzeugen bei Druck oder Erwärmung elektrische Spannung
(Piezo- und Pyroelektrizität).
- Wassermelonen-Turmaline gehören zu den beliebten Sammlersteinen.
Wusstest du schon?
Früher hielt man viele Turmaline für Rubine oder Smaragde, weil ihre Farben so intensiv sind. Erst moderne Untersuchungen zeigen, dass sie alle zur gleichen Mineralfamilie gehören.


